1. Sinfoniekonzert - Aufbegehren und Hoffnung
CongressCentrum Pforzheim, Deutschland
22.1 €
Antonín Dvořák
Konzert für Cello und Orchester, h-Moll, op. 104
Dmitri Schostakowitsch
Sinfonie Nr. 8, c-Moll, op. 65
Dvořáks Cellokonzert in h-Moll entstand in New York und ist von seiner Sehnsucht nach der böhmischen Heimat durchdrungen. Als seine Jugendliebe - und spätere Schwägerin - schwer erkrankte, baute er im zweiten Satz ein Zitat ihres Lieblingsliedes „Lasst mich allein" ein. Nach ihrem Tod im Mai 1896 nahm er dieses Zitat auch in den letzten Satz auf - an die Stelle einer Solokadenz. Dieser Abschnitt fällt durch ungewöhnliche Orchestrierung und kühne Harmonik aus Dvořáks Schaffen heraus. Als Solistin ist die international gefragte Cellistin Maria Zaitseva zu erleben, die am Tschaikowski-Konservatorium studierte und 2024 den 1. Preis beim ARD-Musikwettbewerb gewann.
Wo Dvořáks Konzert noch ganz der Welt des 19. Jahrhunderts verhaftet ist und das Empfinden des Individuums in den Mittelpunkt stellt, blickt Schostakowitsch in seiner Achten Sinfonie - mitten im Zweiten Weltkrieg entstanden - auf die gebrochenen Versprechen der Moderne. Das Individuum droht in der Massengesellschaft zu verschwinden; der Komponist formt daraus eine Musik, die durch apokalyptische Szenen führt, ohne den Traum von der Wiederherstellung der Menschlichkeit ganz aufzugeben. Die Sinfonie gilt heute als eines der großen Meisterwerke des 20. Jahrhunderts.
Besetzung
Cello: Maria Zaitseva
Musikalische Leitung: Daniel Inbal
Badische Philharmonie Pforzheim











