Arendt - Premiere mit anschließender Premierenfeier
Altes Rathaus Aalen, Deutschland
19 €
Foto: Tilman2007 · CC BY-SA 4.0
ARENDT
DENKEN IN FINSTEREN ZEITEN
Von Rhea Leman, Deutsch von Henning Bochert
Mit Mayra Bosshard, Elias Popp, Hugo Ziegler
Regie Tina Brüggemann
Ausstattung Ariane Scherpf
Dramaturgie Tonio Kleinknecht
Kopenhagen 1975: Sechs Monate vor ihrem Tod soll Hannah Arendt den Sonningpreis erhalten. Aus New York angereist, will sie am Vorabend im Hotelzimmer ihre Rede schreiben - doch was soll sie dem Preiskomitee, den Menschen in Europa mitgeben? Das Hotelzimmer verwandelt sich traumartig zur Bühne ihres Lebens: Wir begegnen der politischen Theoretikerin in den entscheidenden Momenten - bei der Vertreibung aus Deutschland, ihrer Verhaftung in Frankreich, der Flucht in die USA und beim Eichmann-Prozess 1961 in Jerusalem.
Im Zwiegespräch mit ihrem verstorbenen Mann ringt sie um die richtigen Worte. Die Erinnerungsreise präsentiert ihre Flucht als düsteres Märchen, Eichmann auf dem Klo und den Mann als humorvollen Anker - ein feines Psychogramm, das Arendts schmerzhafte Klarheit für die Gegenwart fruchtbar macht und dem Schrecken der Nazizeit im Fantastisch-Absurden begegnet.
Rhea Leman feierte mit diesem Stück im August 2023 Premiere in Odense. Die Autorin wuchs in New York City auf, studierte in Boston und siedelte 1981 nach Kopenhagen über, wo sie als Regisseurin und Autorin bekannt wurde. Von 2003 bis 2007 war sie Mitglied des Staatlichen Theaterrats, von 2009 bis 2017 Künstlerische Leiterin der DRAMAFRONTEN. Rhea Leman lebt in Kopenhagen.
Die Premiere wird mit einer anschließenden Premierenfeier begangen.











