Veranstaltungstipps in Spittal/Drau: der Schafskrimi, den kaum jemand auf dem Zettel hat

Du kennst Hugh Jackman als Wolverine, mit Klauen und schlechter Laune. Jetzt steht derselbe Mann als Schäfer mit Strickjacke auf einer irischen Weide und liest seinen Schafen jeden Abend Kriminalromane vor. Eines Morgens liegt er tot da. Und die Herde beschließt, den Mörder selbst zu finden. Wer gerade Veranstaltungstipps in Spittal/Drau sucht, findet genau diesen Film am 25. Juni 2026 im Cineplexx Spittal: Glennkill: Ein Schafskrimi. Von außen sieht er aus wie ein Kinderspaß, in Wirklichkeit ist er ein waschechter Whodunit.

Das Überraschende steckt im Maschinenraum. Was wie ein Animationsfilm wirkt, ist gar keiner: Es ist ein Realfilm mit echten Schauspielern, und die sprechenden Schafe stammen aus dem Computer. Das Studio Framestore lieferte die Animation für die Tiere im Film, während die Filmmusik von Christophe Beck komponiert wurde. Inszeniert hat das Ganze ausgerechnet ein Mann, der sein Leben lang Zeichentrick gemacht hat. Regie führt Kyle Balda, der nach Animationshits wie „Minions" erstmals ein Realfilmprojekt übernimmt. Und das Drehbuch kommt von jemandem, den man bei einem Schaf-Krimi zuletzt erwartet hätte.

Veranstaltungstipps in Spittal/Drau: warum dieser Schafskrimi heraussticht

Kurz gesagt: Es ist der Film, der am unscheinbarsten daherkommt und am meisten zurückgibt. Wer brauchbare Veranstaltungstipps in Spittal/Drau sucht, sollte ihn nicht wegen des niedlichen Plakats unterschätzen.

Der Reiz liegt im Kontrast. Auf den ersten Blick flauschige Schafe, ein Bilderbuch-Dorf, ein Hollywoodstar mit Schäferstab. Auf den zweiten Blick ein klassischer Mordfall mit Verdächtigen, falschen Fährten und einer Auflösung. Der Film folgt George Hardy, einem Schäfer, der seine Schafe liebt und sie nur wegen ihrer Wolle hält; jeden Abend liest er ihnen einen Kriminalroman vor und ahnt nicht, dass sie nicht nur alles verstehen, sondern hinterher stundenlang über den Täter streiten; als George tot aufgefunden wird, begreifen die Schafe sofort, dass es Mord war.

Genau dieser Perspektivwechsel macht den Unterschied. Die Spannung entsteht nicht durch Verfolgungsjagden, sondern durch Beobachtung und Timing. Klügster Kopf der Herde ist das Schaf Lily. Lily, das klügste Schaf der Welt, weiß bei den vorgelesenen Krimis immer schon vorher, wie die Auflösung lautet, und als George stirbt, weiß sie daher sofort, dass jemand seine Hände im Spiel hatte. Der örtliche Polizist ist keine große Hilfe, also nehmen die Tiere die Sache selbst in die Hand. Wer für den 25. Juni einen Veranstaltungstipp in Spittal/Drau braucht, der für Kinder funktioniert und Erwachsene nicht langweilt, liegt hier richtig.

Die Idee kommt aus einem deutschen Roman

Kurz gesagt: Der Stoff stammt nicht aus Hollywood, sondern aus der Feder der deutschen Autorin Leonie Swann. Ihr Debütroman wurde zum internationalen Erfolg, lange bevor ein Studio anklopfte.

Hinter dem Film steht ein Buch, das vor zwei Jahrzehnten ein eigenes kleines Genre begründete: den Schafskrimi. Der Film basiert auf dem 2005 erschienenen Roman „Three Bags Full" von Leonie Swann, in Deutschland unter dem Titel „Glennkill" bekannt. Es handelt sich um einen internationalen Bestseller, der unter dem internationalen Titel „Three Bags Full: A Sheep Detective Movie" fürs Kino realisiert wurde. Die Grundkonstellation ist im Buch dieselbe wie im Film, nur eine Spur düsterer: ein toter Schäfer, eine ratlose Herde und die Frage, wer hinter dem Verbrechen steckt.

Bis dieser Stoff im Kino landete, verging viel Zeit. Drehbuchautor Craig Mazin stieß über Umwege auf das Buch und ließ nicht mehr locker. Mazin erfuhr von dem Roman durch Lindsay Doran und war davon eingenommen, wie klug, bewegend und philosophisch er war; nachdem er die erste Fassung des Drehbuchs geschrieben hatte, dauerte es fast ein Jahrzehnt, bis die Rechte gesichert waren. Produziert wurde der Film schließlich von einem erfahrenen Team. Hinter der Mischung aus Krimi und Komödie stehen Lindsay Doran („Sinn und Sinnlichkeit") sowie die Working-Title-Veteranen Tim Bevan und Eric Fellner.

Echte Stars, animierte Schafe: wie der Film gemacht ist

Kurz gesagt: Vor der Kamera stehen reale Schauspieler, die Tiere kommen aus dem Rechner. Diese Mischung erklärt, warum der Film weder ganz Animationsfilm noch ganz klassisches Drama ist.

Dass ausgerechnet ein Animationsspezialist einen Realfilm dreht, ist kein Zufall, sondern Programm: Die Schafe müssen glaubwürdig denken, streiten und ermitteln, ohne albern zu wirken. Das Drehbuch stammt von Craig Mazin, bekannt durch die HBO-Serien „Chernobyl", „The Last of Us" und die „Scary Movie"-Filme. Diese Bandbreite von Horrorparodie bis zu bitterernster Endzeitserie merkt man dem Schafskrimi an: Er wechselt zwischen Witz und stillen, fast traurigen Momenten.

Vor der Kamera spielt Jackman den Mittelpunkt der Geschichte. Schäfer George Hardy, gespielt von Hugh Jackman, kümmert sich fürsorglich um seine Herde, übernachtet in einem Wohnwagen auf der Weide, hat allen Schafen Namen gegeben und liest ihnen jeden Abend Kriminalromane vor. An seiner Seite steht ein dicht besetztes Ensemble. Zur Besetzung gehören unter anderem Hugh Jackman, Nicholas Braun, Nicholas Galitzine, Molly Gordon, Hong Chau und Emma Thompson, dazu die Stimmen von Julia Louis-Dreyfus, Bryan Cranston, Chris O'Dowd, Regina Hall, Patrick Stewart, Bella Ramsey und Brett Goldstein. Emma Thompson spielt die Dorfbewohnerin Lydia Harbottle, und ihre spitzen Bemerkungen gehören laut mehreren Kritiken zu den Höhepunkten des Films.

Für das deutschsprachige Publikum ist die Synchronfassung besonders reizvoll, weil hier zwei der bekanntesten Comedy-Stimmen des Landes auf der Weide stehen. In der deutschen Fassung spricht Anke Engelke das Schaf Lily und Bastian Pastewka das Schaf Mopple. Wer im Cineplexx Spittal in der Originalfassung sitzt, hört an gleicher Stelle Julia Louis-Dreyfus und Chris O'Dowd. Der Film selbst ist kein reines Familienprodukt geworden. Die FSK stuft ihn mit einer Freigabe ab 6 Jahren ein.

Was die Kritik sagt

Kurz gesagt: Die Bewertungen reichen von freundlich bis begeistert, mit einer wiederkehrenden Einschränkung: Der eigentliche Kriminalfall ist solide, aber nicht der raffinierteste. Die Schafe tragen den Film.

Eine treffende Kurzformel liefert die Branche selbst. „Ein Schweinchen namens Babe" trifft „Knives Out", so wird der Film beschrieben. Die deutschsprachige Fachpresse zog überwiegend mit. Stefan Geisler vergab auf filmstarts.de 3,5 von 5 Sternen und bezeichnete die Produktion als herzerwärmendes Whodunnit-Abenteuer für die ganze Familie; auch wenn der eigentliche Fall nicht mit vergleichbaren Genre-Vertretern mithalten könne, sei es ein kurzweiliges Vergnügen. Andere gingen weiter. Oliver Armknecht bewertete den Film auf film-rezensionen.de mit acht von zehn Punkten und befand, er stehe der Vorlage nicht nach, überzeuge mit Charme, Herz und Humor und einem bestens aufgelegten Ensemble.

Worin sich fast alle einig sind: Die Stärke liegt nicht im Mord, sondern in der Herde. Antje Wessels befand, dass der Krimi mit einem eher konventionellen Mordfall vor allem durch seine charmanten Schaf-Figuren, den cleveren Humor und die überraschend tiefgründigen Themen überzeuge. Beim Publikum kam das an. Stand 22. Juni 2026 hatte der Film weltweit rund 126 Millionen US-Dollar eingespielt. Trotzdem läuft er bei uns eher unter dem Radar, weil ein Krimi aus Schafsperspektive sich nicht über laute Trailer verkauft, sondern über Mundpropaganda. In einem Haus wie dem Cineplexx Spittal heißt das: angenehm volle, aber nicht überrannte Säle.

Das übrige Programm im Cineplexx Spittal

Kurz gesagt: Der Schafskrimi ist nicht der einzige Termin dieser Tage. Rund um den 25. Juni deckt das Spittaler Programm vom Superheldenstoff bis zum Kinderabenteuer eine breite Spanne ab.

Wer am selben Abend lieber etwas Lauteres will, hat eine Alternative direkt im Programm: Supergirl, der neue DC-Film um die Kryptonierin, läuft ebenfalls am 25. Juni 2026 im Cineplexx Spittal. Zwei Tage später, am 27. Juni, folgt mit Michael die große Filmbiografie über Michael Jackson. Und für die jüngsten Gäste gibt es am 28. Juni das Animationsabenteuer Meine Freundin Conni - Abenteuer mit Kranich Klaus, das auf die beliebte Kinderbuch- und Vorschulserie zurückgeht.

Damit lässt sich rund um den Schafskrimi gut planen. Ein Wochenende, drei sehr unterschiedliche Stimmungen: ein warmherziger Krimi, ein Musik-Biopic und ein Film für die Kleinsten. Spielzeiten und Sprachfassungen findest du jeweils auf der verlinkten Veranstaltungsseite, und den kompletten Überblick über die Region liefert der Veranstaltungskalender.

Spittal ist seit 65 Jahren auch eine Theaterstadt

Kurz gesagt: Wenn schon ein Kulturabend ansteht, lohnt der Blick über das Kino hinaus. Das Schloss Porcia macht Spittal seit Jahrzehnten weit über Kärnten hinaus bekannt, und 2026 ist ein besonderes Jahr.

Das kulturelle Herz der Stadt ist ein Renaissancebau mitten am Burgplatz. Das prächtige Renaissancegebäude wurde 1597 nach Entwürfen italienischer Architekten vollendet und gilt Kunsthistorikern als „schönster Renaissancebau nördlich der Alpen". Im Arkadenhof spielt seit Jahrzehnten ein Sommertheater, das eine erstaunliche Gründungsgeschichte hat. 1960 kamen Annemarie Siller, Herbert Wochinz und Thomas Bernhard nach Spittal an der Drau, fanden im Arkaden-Innenhof von Schloss Porcia einen idealen Rahmen für sommerliche Aufführungen, und schon 1961 reiste nahezu das gesamte Ensemble des Wiener Theaters am Fleischmarkt an, um im noch unrenovierten Schlosshof die Gründungsspielzeit zu eröffnen. Dass ausgerechnet der spätere Literaturstar Thomas Bernhard an der Wiege dieses Festivals stand, wissen heute die wenigsten.

2026 feiert das Festival ein rundes Jubiläum. Die Komödienspiele Porcia laden im Sommer 2026 zu ihrer 65. Spielzeit ins Schloss Porcia, unter dem Motto „Wie wirklich ist die Wirklichkeit?", das sich der Frage nach Wahrnehmung, Wahrheit und Täuschung widmet. Eine Frage übrigens, die zum Schafskrimi passt: Auch dort sehen die Tiere die Welt der Menschen mit all ihren Lügen, ohne sie ganz zu durchschauen. Wie groß der Betrieb ist, zeigt eine einzige Zahl. Im Schnitt kommen Jahr für Jahr rund 15.000 Besucherinnen und Besucher ins Schloss Porcia zu den Komödienspielen.

Wer also über das Kino hinaus stöbern will, sollte den Sommer im Auge behalten. Theaterfreunde werden in der Übersicht für Theater fündig, und für Musiktermine lohnt der Blick in die Rubrik Konzerte. So wird aus einem Kinoabend schnell ein ganzes Kulturwochenende.

Häufige Fragen zu Veranstaltungstipps in Spittal/Drau

Ist „Glennkill: Ein Schafskrimi" für Kinder geeignet?

Im Grundsatz ja, der Film ist auf ein breites Publikum zugeschnitten und in Deutschland ab sechs Jahren freigegeben. Ganz harmlos ist er aber nicht: Regisseur Kyle Balda mischt viel Humor mit ernsteren Momenten, die zwar nie zu düster geraten, in denen sich aber durchaus ein Kloß im Hals bilden kann angesichts dessen, was das Schaf Lily zu verstehen beginnt. Sehr kleine Kinder brauchen also vielleicht eine helfende Hand bei den traurigeren Szenen.

Ist das ein Zeichentrickfilm?

Nein, und das ist der Clou. Es ist ein Realfilm mit echten Schauspielern wie Hugh Jackman, während die Schafe und anderen Tiere im Computer animiert wurden. Animationsveteran Kyle Balda inszeniert hier eine Realfilm-Krimikomödie. Diese Mischung aus Live-Action und Animation gibt dem Film seinen eigenen Ton.

Muss ich den Roman kennen, um den Film zu verstehen?

Überhaupt nicht. Der Film funktioniert als eigenständiger Krimi, und der Fall ist anders aufgelöst als im Buch. Wer den Roman von Leonie Swann mag, sollte wissen, dass Mazin den Stoff frei adaptiert hat. Die Grundkonstellation der ermittelnden Herde bleibt aber dieselbe.

In welcher Sprachfassung läuft der Film in Spittal?

Welche Fassung im Cineplexx Spittal gezeigt wird und um wie viel Uhr, steht verbindlich auf der jeweiligen Veranstaltungsseite und beim Kino selbst. Reinhören lohnt sich in beiden Versionen: In der Originalfassung sprechen Julia Louis-Dreyfus und Patrick Stewart die Schafe, in der deutschen Anke Engelke und Bastian Pastewka.

Wo bekomme ich Tickets?

Tickets und aktuelle Spielzeiten laufen direkt über das Cineplexx Spittal. Die Veranstaltungsseite im Kalender verlinkt auf die offizielle Buchung, dort siehst du auch kurzfristige Änderungen. Für das Sommertheater im Schloss Porcia gibt es ein eigenes Kartenbüro am Burgplatz.

Quellen

  • evental-Veranstaltung: Glennkill: Ein Schafskrimi, 25. Juni 2026, Cineplexx Spittal, Spittal/Drau
  • evental-Veranstaltung: Supergirl, 25. Juni 2026, Cineplexx Spittal
  • evental-Veranstaltung: Michael, 27. Juni 2026, Cineplexx Spittal
  • evental-Veranstaltung: Meine Freundin Conni - Abenteuer mit Kranich Klaus, 28. Juni 2026, Cineplexx Spittal
  • evental-Hubs: Veranstaltungskalender, Theater, Konzerte
  • Wikipedia: „Glennkill: Ein Schafskrimi" (deutsch) und „The Sheep Detectives" (englisch) zu Regie, Besetzung, Animation und Kinostart
  • kino.de und treffpunkt-kritik.de: Besetzung, Stab, deutsche Synchronstimmen, FSK
  • filmstarts.de, film-rezensionen.de und wessels-filmkritik.com: Kritikerstimmen
  • The Hollywood Reporter und Flickering Myth: Produktionsgeschichte, Live-Action-Charakter des Projekts
  • kaernten.at, spittal-drau.at, ensemble-porcia.at und KLiCK Kärnten: Schloss Porcia, Komödienspiele Porcia und die 65. Spielzeit 2026