
Mozart: Große Messe in c-Moll / Pärt: Berliner Messe - Berliner Dom
Zwei bedeutende Chorwerke an einem Abend im Berliner Dom: Mozarts Große Messe in c-Moll und die Berliner Messe des estnischen Komponisten Arvo Pärt.
Arvo Pärt (geboren am 11. September 1935 in Paide, Estland) zählt zu den meistgespielten lebenden Komponisten der Welt. 1976 entwickelte er den sogenannten Tintinnabuli-Stil - eine Klangsprache, die eine schlichte Melodiestimme mit den Tönen eines Dreiklangs verwebt und seither sein gesamtes Schaffen prägt. Nach der erzwungenen Emigration aus dem sowjetischen Estland lebte er fast drei Jahrzehnte in Berlin, bevor er nach Tallinn zurückkehrte. Werke wie Spiegel im Spiegel, Fratres und Tabula Rasa sind längst weit über den Konzertsaal hinaus bekannt.
Pärt wurde zum Träger der Goethe-Medaille 2026 ernannt - eine offizielle Auszeichnung der Bundesrepublik Deutschland - und ist damit der erste Este, der diese Ehre erhält; die Zeremonie ist für den 28. August 2026 in Weimar geplant.
Backtracks jährliche Umfrage zu klassischen Musikkonzerten weltweit platzierte Pärt als den meistaufgeführten zeitgenössischen Komponisten des Jahres 2025 an erster Stelle und brachte ihn damit zurück auf den Platz, den er 2022 innehatte.
Carnegie Hall ernannte Pärt zum Inhaber des Richard and Barbara Debs Composer's Chair für die Saison 2025-2026 mit sieben speziellen Konzerten in der Saison.
ECM New Series veröffentlichte 'And I Heard a Voice', ein neues Album von Pärt, aufgeführt vom Ensemble Vox Clamantis, zeitlich abgestimmt auf den 90. Geburtstag des Komponisten.
Das Arvo Pärt Centre in Laulasmaa eröffnete eine neue Dauerausstellung mit dem Titel 'Tintinnabuli: A World on Music Paper', die das Jubiläumsjahr markiert.