KI-Ethik: Wem gehört mein Gesicht?
Urania Berlin, Deutschland
8 €
Foto: UraniaeV · CC BY-SA 4.0
Ein Abend über Deep Fakes, KI-Ethik und die Frage, wem unser Gesicht im digitalen Zeitalter eigentlich gehört.
Das Gesicht definiert unsere Identität und ist die Grundlage sozialer Interaktion - doch wer hält das Copyright, wenn es als Datensatz ein Eigenleben entwickelt? Social-Media-Konzerne trainieren ihre Modelle mit den Fotos ihrer Nutzer, Big Tech verkauft diese Daten mitunter an regierungsnahe Sicherheitsunternehmen, und gleichzeitig kann jede Privatperson per KI einen Avatar mit dem Gesicht einer realen Person erstellen. Im ersten „Schönheitssalon" nach der Sommerpause geht es um juristische Grauzonen des Persönlichkeitsrechts und die sozialethische Frage: Was passiert mit dem kulturellen Miteinander, wenn unser wichtigstes Kommunikationsinterface kopierbar und fälschbar wird?
Zu Gast sind zwei Koryphäen des Themas: Judith Simon, Professorin für Ethik in der Informationstechnologie an der Universität Hamburg, stellvertretende Vorsitzende des Deutschen Ethikrates, ehemaliges Mitglied der Datenethikkommission der Bundesregierung und Mitglied des Scientific Panel der Europäischen Kommission zum AI Act. Sowie Thomas Macho, bis 2016 Professor für Kulturgeschichte an der Humboldt-Universität Berlin und bis Oktober 2023 Leiter des Internationalen Forschungszentrums Kulturwissenschaften (IFK) der Kunstuniversität Linz in Wien; Mitglied der Europäischen Akademie der Wissenschaften und Künste. Mit seinem 2011 erschienenen Buch „Vorbilder" über die Kulturgeschichte des menschlichen Gesichts prägte er den Begriff der „facialen Gesellschaft".
Gastgeberin des monatlichen „Schönheitssalons" an der Urania ist Rabea Weihser - freie Journalistin, ehemalige Kulturressortleiterin bei ZEIT ONLINE und frühere Kommunikationsdirektorin bei ALBA BERLIN. 2025 erschien ihr Sachbuch „Wie wir so schön wurden. Eine Biografie des Gesichts" bei Diogenes.











