Philipp Scharrenberg - "Wahr, aber falsch"
Nürnberger Burgtheater, Deutschland
Sprache kann Missverständnisse erzeugen, Leute aufhetzen, gefühlte Wahrheiten zu Fakten erklären - oder: das Beste aus ihr herausholen. Wie Philipp Scharrenberg.
Er ist der Schalk im Nacken des Kabaretts, der M.C. Escher des gesprochenen Wortes, der Daniel Düsentrieb der Comedy - ein bisschen whack, ein bisschen weird und noch ein paar andere Sachen mit W. Einer, der Reime aufeinander türmt wie Legosteine, der in verbalem Ausdruckstanz über die Bühne wirbelt, ohne auf cool zu machen. Lieber Kleinkunst als Großkotz.
In seinem Programm "Wahr, aber falsch" rechnet man mit allem. Selbstironisch und mit feinsinnigem Humor fragt Scharrenberg, ob eine Welt, die nicht mal mehr so tut, als würde sie Sinn ergeben, noch zu retten ist - und ob man das überhaupt will. Wenn Realsatire das Kabarett überholt und das Niveau zum Lachen in den Keller geht, braucht es helle Köpfe, die wissen, was wahr, aber falsch ist. In Niveau Veritas.











