evental

STURM von William Shakespeare - Stückeinführung 19:30 Uhr

Do, 16. Juli 2026 — Fr, 17. Juli · 20:00

Zimmertheater im Löwen Tübingen, Deutschland

20 €

STURM von William Shakespeare - Stückeinführung 19:30 Uhr — Zimmertheater im Löwen Tübingen, Tübingen

Der Wissenschaftler Prospero, der sich als Herzog von Mailand statt zu regieren, eher dem Studium und den Künsten hingegeben hat, wurde von seinem Bruder entmachtet, mit seiner kleinen Tochter Miranda auf See ausgesetzt und auf eine Insel gespült. Wie viele von Shakespeares magischen Landschaften ist das Eiland den Neuankömmlingen Experimentierfeld und Spielwiese. Ein Ort, an dem der Mensch fernab der Zivilisation ganz von vorne beginnen kann: Macht und Ohnmacht des menschlichen Verstandes im Kräftemessen mit der Natur, deren Teil er doch ist. Und das alles vor dem dunklen Hintergrund der Kolonialisierung.

Im Sturm sind alle großen Themen Shakespeares noch einmal versammelt. Mit Hilfe des Luftgeistes Ariel gelingt es Prospero einen Sturm zu beschwören, der alle seine Feinde – seinen verräterischen Bruder samt Verbündeten – als Schiffbrüchige in seine Gewalt bringt und der Mordintrige des poetischen Monsters Caliban zu entgehen. Miranda, die noch nicht viel von der Welt jenseits der Insel gesehen hat, verliebt sich in einen der Gestrandeten: Ferdinand, Prinz von Neapel. Wenn Prospero, der auch als Regisseur seiner eigenen Vergangenheit und Zukunft fungiert, auf seine Rache verzichtete, wäre die Inselromanze ein erster Schritt für eine allgemeine Aussöhnung.
Shakespeares 37. und letztes Stück ist in seiner poetischen Verspieltheit, seiner Welterkundungslust, seiner Rohheit und zarten Melancholie auch ein Vermächtnis und ein Abschied eines der wohl größten Theatermenschen.

Gespielt wird der Sturm in einer am Burgtheater Wien gefeierten Fassung von Joachim Lux für drei Spielende, die jeweils noch andere Figuren verkörpern – und in der u.a. Joachim Meyerhoff mitwirkte.
Es spielen Johanna Engel, Christina Weiser - die in der nächsten Spielzeit vom Staatstheater Kassel fest ins Ensemble des Zimmertheaters wechselt - und Bernhard Hurm vom Theater Lindenhof.

Prospero/                  Bernhard Hurm
Trincolo

Ariel/                          Christina Weiser
Ferdinand/
Stefano

Caliban/                     Johanna Engel
Miranda    

Inszenierung: Thomas Bockelmann
Bühne: Birgit Angele/Sabine Böing
Kostüme: Ulrike Obermüller
Sounddesign: Jens Kilz
Dramaturgie: Dr. Stefan Tigges/Michael Volk
Choreografische und musikalische Mitarbeit: Olatz Arabaolaza und Jel Woschni
Technik: Alexander Schwab, Mike Michelius, Mia Zilk
Fotos: Patrick Gerstorfer
Video: Joachim Schmid
Verlag: Rowolht Theater Verlag
Dank an den Freundeskreis für die Finanzierung des Bühnenbilds.

Premiere 02. Mai 2026

Vorstellungen: 9./16./17./21. Mai; 4./13./25. Juni; 3./4./16./17./18. Juli
Jeweils um 20 Uhr, Einführung 19.30 Uhr
Zimmertheater im Löwen (Kornhausstraße 5)

Das sagt die Presse:
„Reutlinger Generalanzeiger, 04.05.2026, Burlesk-melancholischer »Sturm«
von Christoph Ströhle
„Eine Rutsche führt von oben hinein und beschert vor allem dem wirbelnden Ariel schwungvolle Auftritte. […] Die Kleidungswechsel (Kostüme: Ulrike Obermüller) […] sind minimal. Es ist vor allem ihr Spiel, das sich in der Verkörperung einer anderen Figur verändert. Da ist nicht nur die Körpersprache eine andere. Weiser spricht als Stefano plötzlich mit hessischem Akzent. Während Hurm, der als Prospero gerade noch Morgenluft gewittert hat, im nächsten Moment dem Prospero nach dem Leben trachtenden Hofnarren Trinculo einen schwäbischen Zungenschlag gibt. Weiser und Hurm füllen diese burlesken Rollen (und auch die ernsten) wunderbar aus und bringen das Premierenpublikum am Samstagabend zum Lachen. […] Shakespeare hat den Wechsel zwischen hohem Ton und derber Komödie virtuos beherrscht. »Der Sturm« gilt als sein Vermächtnis und Abschied als Dramatiker. […] Die Tübinger Inszenierung wird dem mit gedanklicher Substanz und überbordender Spielfreude gerecht. Die Produktion […] schafft es poetische Verspieltheit, Welterkundungslust, Rohheit und Melancholie – kunstvoll zu orchestrieren und damit gut zu unterhalten. […] Bei aller Straffung gut herausgearbeitet ist, dass Prospero als Regisseur seiner eig