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Eröffnungsspecial zu Mut und Zuversicht: Wenn ein Leben mehr zählt als der Gipfel. Über Verantwortung heute und morgen.

Mi, 21. Okt. 2026 · 19:00

Ulner Kapelle Eventlocation, Weinheim, Deutschland

20 €

Eröffnungsspecial zu Mut und Zuversicht: Wenn ein Leben mehr zählt als der Gipfel. Über Verantwortung heute und morgen. — Ulner Kapelle Eventlocation, Weinheim

Was braucht es, um in extremen Situationen das Richtige zu tun – und um der Zukunft mit Hoffnung zu begegnen? Dieser Abend verbindet zwei starke Formate: Extrembergsteiger Lukas Wörle liest aus seinem Erlebnisbericht „Gratwanderung" – einer packenden Geschichte über eine Rettungsaktion auf über 8.000 Metern, die ihn selbst fast das Leben kostete, und über Verantwortung in einer zunehmend kommerzialisierten Bergwelt.
Anschließend stellen die Autorinnen und Autoren Andrea Grill, Theresa Hannig, Mario Giordano und Lucas Fassnacht die Ergebnisse des literarischen Zukunftslabors vor: Drei Tage haben sie gemeinsam mit Weinheimerinnen und Weinheimern die Frage diskutiert – ist die Zukunft Dystopie oder Chance?
Musikalisch begleitet wird der Abend von Gitarrist und Komponist Claus Boesser-Ferrari.

Lukas Wörle liest aus „Gratwanderung“:
Lukas Wörle hat einen Traum: Einen Achttausender ohne künstlichen Sauerstoff und ohne die Unterstützung eines Höhenträgers zu bezwingen und dann vom Gipfel mit dem Gleitschirm ins Tal zu fliegen. Mehr Freiheit geht nicht! Im Sommer 2023 bricht er mit diesem ehrgeizigen Ziel zum Broad Peak auf, dem Nachbarberg des berüchtigten K2. Doch kurz vor dem Gipfel, auf über 8000 Metern Höhe, stößt er auf einen verunglückten pakistanischen Höhenträger, der von seiner eigenen Expedition im Stich gelassen wurde. So den Elementen ausgesetzt, kämpft er einen aussichtslosen Kampf ums Überleben. Ohne zu zögern, gibt Lukas sein eigenes Ziel auf und versucht, den Verunglückten zurück ins Lager zu bringen. Allein ist das eine schier unlösbare Aufgabe, die ihn selbst in Lebensgefahr bringen wird. Die extremen körperlichen und mentalen Herausforderungen, mit denen Lukas konfrontiert wird, lassen ihn die Auswüchse des kommerziellen Bergtourismus einmal mehr hinterfragen. Was passiert mit dem Bergsport, wenn der Gipfelsieg wichtiger wird als ein Menschenleben und das ohne Konsequenzen bleibt? Ein dramatischer Erlebnisbericht eines Extrembergsteigers, der den modernen Hochgebirgstourismus in Frage stellt und mehr Verantwortung gegenüber den Einheimischen und der Natur einfordert
Lukas Wörle, geboren am 14. Oktober 1993, ist leidenschaftlicher Extrembergsteiger und Gleitschirmflieger. Der gebürtige Münchner wuchs in Tirol auf, wo er durch seinen Vater, einen ehemaligen Bergführer, schon früh eine tiefe und natürliche Verbindung zu den Bergen entwickelte. 2023 machte ihn seine außergewöhnliche Rettungsaktion am Broad Peak weltbekannt. Er erhielt zahlreiche Ehrungen, darunter den Tamgha-i-Pakistan, eine der höchsten zivilen Auszeichnungen Pakistans und die Lebensrettermedaille der Republik Österreich. Außerdem wurde er zur Sportpersönlichkeit des Jahres in seiner Heimatregion gewählt. Seitdem ist er gefragter Interviewpartner zum Thema verantwortungsvolles Verhalten und Menschlichkeit am Berg. Mit seinem Bruder Vincent Wörle gründete er die Agentur w8less consulting OG und lebt in der Naturparkregion Reutte in Österreich

Literarisches Zukunftslabor: Die Zukunft ist eine schöne Geschichte
Drei Tage lang haben die Autorinnen Andrea Grill und Theresa Hannig, die Autoren Mario Giordano und Lucas Fassnacht mit jungen Weinheimerinnen und Weinheimern und weiteren Interessierten aus der Stadt über die Zukunft nachgedacht. Ist sie wirklich ein Horrorszenario, eine Dystopie? Oder können wir uns auf die Zukunft freuen? Zusammen mit Lukas Wörle diskutieren die vier und stellen die Ergebnisse des literarischen Zukunftslabors vor.
Andrea Grill studierte Biologie, Italienisch, Spanisch und Linguistik in Salzburg, Thessaloniki und Tirana. Sie lebte mehrere Jahre in Cagliari auf Sardinien und promovierte 2003 an der Universität von Amsterdam mit einer Arbeit über die Schmetterlinge Sardiniens. Neben ihrer literarischen Arbeit war sie lange Zeit in der wissenschaftlichen Forschung tätig und übersetzt aus dem Albanischen. 2007 nahm sie am Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb in Klagenfurt teil. Nach Aufenthalten in Amsterdam, Neuchâtel, Bologna, Tirana un