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Teatr Polska - "Maryla"

Do, 28. Mai 2026 · 12:00

Mogileński Dom Kultury, Mogilno

Das Schauspiel erzählt die Geschichte von Maryla – Maria Kwaśniewska, einer Speerwerfer, die 1936 bei den Olympischen Spielen in Berlin eine Bronzemedaille gewann. An ihrem Beispiel zeigen die Schöpfer den Mechanismus der Propaganda: wie die Idee der Olympischen Spiele zur Konstruktion einer Illusion eines gerechten Systems missbraucht wurde, während vor den Augen von Sportlern, Funktionären und Komitees der ganzen Welt die brutale Idee des Faschismus entstand.

Das Schauspiel stellt Fragen zur Grenze zwischen Sport und Politik, zur kollektiven und individuellen Zustimmung zur Unterminierung von Demokratie, Redefreiheit und Menschenrechten. Kann eine einzelne Geste des Widerstands eine größere Veränderung auslösen? Maryas Geste mit gesenkten Armen stoppte den Krieg nicht. Aber in jenem Moment, aufrecht stehend und nicht nachgebend, beeindruckte sie Hitler – und ihr verachtetes Foto wurde ihr persönlicher Kriegspass und ihr Ticket zur Rettung von Menschen.

Die Berliner Olympiade wurde keine Warnung. Die Schöpfer des Schauspiels erinnern daran, dass dieser Mechanismus bei den folgenden Spielen zurückkehrte: Berlin, München, Moskau, Peking, Sotschi, Katar, Paris und viele andere.