Kammerkonzert 27.10.2026 um 19:00 Uhr
Filharmonia Narodowa w Warszawie, Warschau, Polen
Kammersaal / Kammer-Dienstage (ehemals K1)
Ausführende: Musiker der Nationalphilharmonie
Programm:
Arnold Bax - Konzert für Flöte, Oboe, Harfe und Streichquartett [26']
Guillaume Connesson - Double Quatuor für Flöte, Oboe, Klarinette, Bassklarinette und Streichquartett [8']
... Pause [15']
Felix Mendelssohn-Bartholdy - Oktett Es-Dur op. 20 [34']
Die Verbindung der Holzbläserfarbe mit einem Streichquartett erzeugt ungewöhnliche koloristische Effekte, die sowohl Komponisten früherer Epochen als auch zeitgenössische Schöpfer schätzten. Guillaume Connessons Double Quatuor von 1994 bezieht sich deutlich auf die Minimal-Music-Strömung, doch klingen darin auch Faszinationen von der Musik alter italienischer Meister an - Antonio Vivaldi und Arcangelo Corelli. Das Quartett, bestehend aus Flöte, Oboe und zwei Klarinetten, wird hier - auf barocke Weise - der Streichersection gegenübergestellt.
In Arnold Bax' driteiligem Konzert für Flöte, Oboe und Harfe von 1916 werden die Streichinstrumente manchmal fast gleichberechtigt mit den Holzbläsern behandelt, während die Harfe eine Begleitfunktion erfüllt. Besonders hervorzuheben ist der Mittelsatz, Cavatina: eine lyrische Melodie, die zunächst der Flöte mit Harfenbegleitung anvertraut ist, wird dann von der Oboe und anschließend von den Violinen übernommen.
Felix Mendelssohn-Bartholdys Oktett Es-Dur op. 20 für vier Violinen, zwei Bratschen und zwei Violoncelli entstand 1825, als der Komponist gerade 16 Jahre alt war. Ursprünglich war es ein Geschenk für seinen Violinlehrer Eduard Rietz, unter dessen Leitung eine private Uraufführung stattfand. Die offizielle Uraufführung des Werkes - gründlich vom Komponisten überarbeitet - musste elf Jahre warten.
Grzegorz Zieziula











