Gott des Mordes, oder eine Komödie-Horror auf Żoliborz
Teatr Nowe Formy, Warschau, Polen
79 zł
"Gott des Mordes" von Yasmine Reza ist eine schwarze Komödie, die mit dem Tony und Olivier ausgezeichnet wurde, auf Weltbühnen gespielt und von Roman Polanski als "Gemetzel" verfilmt wurde. In der Fassung von Rafal Pyka verlagert sich die Handlung in das Warschauer Żoliborz: zwei Ehepaare treffen sich, um einen Streit ihrer Kinder in den Żoliborz-Gärten kultiviert zu klären. Schnell wird klar, dass ihre "Elitarität" nur ein Kostüm ist. Das Wohnzimmer wird zur Arena, Elternschaft zum Schlachtfeld.
Das Stück spielt mit dem, was in der Żoliborz-"Elite" am lustigsten ist: gut gekleidete, bestens informierte Menschen, völlig unvorbereitet darauf, dass sie doch nicht so außergewöhnlich sind, wie sie sich selbst halten. Thematisch: polnische Polarisierung, progressive Parolen, die dem Egoismus unterliegen, westliche Spiritualitäten aus Instagram und Elternschaft, die das Schlechteste in Menschen hervorbringt.
Der Kammersaal des Theaters Nowe Formy fasst nur 50 Zuschauer - die Nähe der Schauspieler erzeugt den Eindruck, an einer fremden, sehr elegant begonnenen Katastrophe teilzunehmen.











