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PRIMA FACIE - Stückeinführung 19:30 Uhr

fand statt · 1. Okt. 2026

Zimmertheater Tübingen, Deutschland

PRIMA FACIE - Stückeinführung 19:30 Uhr — Zimmertheater Tübingen, Tübingen
Beschreibung wurde vor der Veranstaltung verfasst

PRIMA FACIE
Von Suzie Miller
Aus dem Englischen von Anne Rabe

„Es muss sich ändern!"

Die Strafverteidigerin Tessa Ensler gilt als eine der Besten ihres Fachs - ihr Spezialgebiet ist die Verteidigung von Männern, die der Vergewaltigung angeklagt sind. Virtuos untergräbt sie die Glaubwürdigkeit der Opfer. Bis sie selbst zum Opfer wird und sich mit ihren eigenen Mitteln konfrontiert sieht.

Ein Monolog, der nicht nach Recht, sondern nach Gerechtigkeit fragt. Denn, so die australische Autorin Suzie Miller, „die weibliche Erfahrung sexualisierter Gewalt passt in kein von Männern geprägtes System". Miller, die zuvor als Menschenrechts- und Strafanwältin tätig war, schuf mit Prima Facie ein Stück, das seit 2019 weltweit gespielt wird, zahlreiche Preise erhielt, als Roman erschienen ist und derzeit verfilmt wird. Und das hoffentlich dazu beiträgt, dass „die Scham endlich die Seite wechselt" (Gisèle Pelicot).

Johanna Engel spielt Tessa Jane Ensler.

Regie: Magdalena Schönfeld | Ausstattung: Rabea Stadthaus | Dramaturgie: Dr. Stefan Tigges

Premiere: 20. März 2026, 20 Uhr
Weitere Vorstellungen jeweils um 20 Uhr - alle Vorstellungen bis auf den 2. & 9. Juli ausverkauft!
Stückeinführung jeweils um 19:30 Uhr | Dauer: 1 Std. 30 Min.

Normalpreis 20 € / Ermäßigt 10,50 €
Zimmertheater Tübingen, Bursagasse 16

Hinweis: Diese Inszenierung thematisiert sexualisierte Gewalt und beinhaltet Beschreibungen von sexuellen Übergriffen sowie deren psychischen und physischen Auswirkungen. Das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen" bietet rund um die Uhr kostenlose, anonyme Beratung unter 116 016 oder online.

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Das sagt die Presse:

„Wie nun […] die Tessa von Johanna Engel gespielt wird, ist hervorragend. Wie sie kauert und schaudert, zürnt und trauert, triumphiert und verzweifelt. Ganz gemäß den in diesem Stück rasch wechselnden Affekten. Die sie mit modulationsfähiger Stimme variiert. Dynamik und Sprachtempo gekonnt wandelt. […] Es ist ein Zeitstück. Ein düsteres zwar, ein dunkles und dramatisches. Übt aktuelle Gesellschaftskritik. An Zuständen, die durch Protagonisten wie Epstein oder Høiby aufgekommen sind."
- Reutlinger Generalanzeiger, 23.03.2026, Jörg Riedelbauer

„Johanna Engel […] hat in diesen Verhörsituationen die stärksten Momente. In der Inszenierung Magdalena Schönfelds wirken Videos, Musik und Requisiten wie sparsam kolorierte Stellen einer Schwarzweißfotografie. Theater pur […] Ein wirkungsvolles Konzentrat. […] Ausstatterin Rabea Stadthaus hat die Bühne mit stabilen Würfeln versorgt […] aus denen sich mit Laken und Weinglas rasch ein Bett bauen lässt, genauso schnell lassen sie sich zu Bänken im Gerichtssaal anordnen oder als Mauer aufschichten, die auf dem Polizeirevier oder vor Gericht die psychische Aussagetortur verkörpert. Theater pur!"
- Schwäbisches Tagblatt, 26.03.2026, Peter Ertle