Die Tage, die ich mit Gott verbrachte. Von Axel Hacke
Stalburg Theater, Frankfurt, Deutschland
29 €
Foto: Eva K, / Eva K. · GFDL 1.2
Axel Hacke als Bestseller-Autor zu bezeichnen wäre eine grobe Untertreibung. Er ist einer der bekanntesten deutschsprachigen Kolumnisten, dessen Bücher - "Der kleine Erziehungsberater", "Die Wumbaba-Trilogie", "Aua!" oder zuletzt "Über die Heiterkeit in schwierigen Zeiten und die Frage, wie wichtig uns der Ernst des Lebens sein sollte" - Millionenauflagen erreichten. Vor allem aber ist er ein Großmeister der stillen Beobachtung: Getreu dem Leitsatz von Egon Erwin Kisch - "Nichts ist erregender als die Wahrheit" - macht er aus selbstverständlichen Alltagsgeschehnissen kleine Sensationen.
So auch hier. Wir sitzen im Park, Gott kommt vorbeigeschlappt, setzt sich neben uns, und ein Gespräch beginnt - über das Wetter, Himbeeren, Altglascontainer, Gott und die Welt halt. Dass daraus mehr wird, versteht sich bei Hacke von selbst: Ein kleiner Büroelefant taucht auf, eine rauchende Schlange, Menschen in Schubladen, eine übergroße Wespe, ein Schmetterling. Nebenbei erfährt man, was die Welt im Innersten zusammenhält ("Das Große Egal"), dass Gott gerne Champagner trinkt und dass sein Versuch, eine Welt nur aus dreiundzwanzigjährigen Sekretärinnen zu erschaffen, kläglich scheiterte.
Am Ende sind alle wichtigen Fragen über Sinn, Zweck und Unterhaltungswert des Daseins weitgehend beantwortet - bis auf eine: Kann sich ein Vegetarier wurstig fühlen?
Mit Christoph Maasch und Sven Marko Schmidt. Regie: Rainer Ewerrien.











