Juras letzter Winter
Sheddachhalle, Göttingen, Deutschland
Edgar Selges Debüt Hast du uns endlich gefunden wurde von der SZ mit den Worten gewürdigt: »Besser kann man nicht schreiben«. Auf diesem Erfolg ruht sich die Schauspielikone nicht aus: Mit dem Roman Juras letzter Winter (Rowohlt 2026) setzt Selge dem jungen Jura Rjabinkin ein Denkmal - einem Menschen, der während der Blockade Leningrads durch die deutsche Wehrmacht verhungert ist.
Im Buch liest der Erzähler immer wieder Juras hinterlassenes Tagebuch, und es entspinnt sich ein Austausch über Jugend, Träume, Literatur, Mutter, Gewalt, Fremdheit und Nähe - verwoben mit den dunkelsten Jahren der deutschen Geschichte und der eigenen.
Ulrich Kühn (NDR Kultur) befragt Edgar Selge zu diesem Roman, der den diesjährigen Literaturherbst eröffnet.











