Wakati (Zeit)
Uferstudios, Berlin, Deutschland
12 €
Wakati verbindet Tanz, mehrsprachige Wortkunst und Live-Klang zu einer Performance über Identität, Erinnerung und Zugehörigkeit. Ausgangspunkt ist die Erfahrung, dass derselbe Körper je nach Ort und Blick völlig unterschiedlich gelesen wird - als Zeichen von Zugehörigkeit oder als Ausdruck des Andersseins. Bewegung, Stimme und Klang verweben kulturelles Gedächtnis, persönliche Erfahrungen und gesellschaftliche Zuschreibungen zu einem vielschichtigen Geflecht.
Ausgehend von Erfahrungen zwischen kenianischen und europäischen Kontexten stellt das Stück Fragen nach Sichtbarkeit, Privilegien und Zugehörigkeit - und begreift Identität nicht als festen Zustand, sondern als etwas Wandelbares. Was bleibt von uns, wenn sich der Kontext verändert? Wie viel von uns entsteht erst durch den Blick der Anderen?
Dauer: 45 Minuten
Choreografie, Performance: Shelmith Øseth
Regie, Dramaturgie: Vibeke Flesland Havre
Musik, Komposition: Stephan Meidell
Lichtdesign: Jan Holden
Kostüm, Szenografie: Olga Regitze Dyrløv Høegh
Produzentin: Sølvi Katrine Andersen (Bergen Dansesenter)
Koproduzenten: Carte Blanche und BIT Teatergarasjen
Kooperationspartner: Bergen Dansesenter, Fargespill
Mentoring: Annabelle Bonnéry (Carte Blanche), Jens Jeffry Trinidad, Marit Loe Bjørnstad
Shelmith Øseth lebt und arbeitet als Tänzerin und Bewegungskünstlerin in Bergen und Oslo. Ihre Arbeit bewegt sich an der Schnittstelle von zeitgenössischem Tanz und traditionellen afrikanischen Tanzformen wie Indlamu, Pantsula und Isukuti, dem Tanz der kenianischen Luhya. Nach ihrer Ausbildung an der Langhaugen-Schule in Bergen und der New Education for Contemporary Dance im schwedischen Härnösand nutzt sie Tanz als Medium zur Erforschung sozialer und politischer Themen. Sie arbeitete mit Det Norske Teatret, Den Nationale Scene, dem Nordic Black Theatre, der Bergen Kunsthall und dem Kollektiv Nordic Beasts zusammen. Zu ihren jüngsten Arbeiten gehören Horse in Flames am Panta Rei Danseteater in Oslo sowie Wakati, das in Oslo, Bergen und Edinburgh gezeigt wird.
Stephan Meidell arbeitet als Komponist, Musiker und Performer an den Schnittstellen von Neuer Musik, freier Improvisation und Klangkunst. Sein Schaffen umfasst elektroakustische Werke, experimentelle Ensemble-Formationen sowie interdisziplinäre Kooperationen in Tanz, Theater und bildender Kunst. Seine Auftragskompositionen und Performances wurden u. a. beim Ultima Contemporary Music Festival, den Festspillene i Nord-Norge, Nattjazz, Borealis, dem Henie Onstad Kunstsenter, BIT Teatergarasjen und der Riksscenen präsentiert.
Eine Produktion von Culturescape und KN Dance Project, unterstützt durch die Direction de la culture en Guadeloupe, präsentiert im Rahmen der KUYUM Tanzplattform 2026, gefördert durch die Senatsverwaltung für Kultur und gesellschaftlichen Zusammenhalt.











