Club der toten Dichter - Galgenlieder - Christian Morgenstern neu vertont
Stadttheater Peiner Festsäle, Deutschland
Morgenstern selbst schrieb, dass die „Galgenpoesie" ein Stück Weltanschauung sei - man betrachte die Welt vom Galgen her eben anders. Mit den Galgenliedern wollte er „ein bisschen geistige Leichtigkeit, Heiterkeit, Freiheit verbreiten, die Phantasie beleben, nur ein bisschen von der im Posthorn gefrorenen Musik der Seele wieder auftauen". Marcel Reich-Ranicki nahm 50 Jahre später sämtliche Galgenlieder in seinen Kanon der deutschsprachigen Lyrik auf.
Für dieses Jubiläumsprojekt mit Neuvertonungen konnte der Schauspieler Hans-Werner Meyer gewonnen werden (bekannt u. a. aus „Letzte Spur Berlin" und „Baader Meinhof Komplex"), der bei den Aufführungen auch Geige spielt. Bassist Markus Runzheimer (Element of Crime) übernimmt zusätzlich die Perkussion, Reinhardt Repke spielt Gitarre und hat die Gedichte neu vertont.
Auf dem Programm stehen Gedichte wie „Der Lattenzaun", „Sophie, die Henkersmaid", „Das Mondschaf" und „Der Werwolf". Tucholsky brachte es auf den Punkt: „Man lacht sich krumm, bewundert hinterher, ernster geworden, eine tiefe Lyrik, die nur im letzten Augenblick ins Spaßhafte abgedreht ist - und merkt zum Schluss, dass man einen philosophischen Satz gelernt hat."











