„Der letzte Mensch. Wohin steuert die Welt?“
Laeiszhalle, Hamburg, Deutschland
Moderiertes Gespräch in englischer und deutscher Sprache (mit Übersetzung)
Im Frühjahr 1989 wurde der amerikanische Theoretiker Francis Fukuyama mit einer einzigen Formulierung weltberühmt: Er sprach vom „Ende der Geschichte" - und brachte damit für viele die größte Zeitenwende seit dem Zweiten Weltkrieg auf den Punkt. Nun kommt Fukuyama nach Hamburg, um sich den brennenden Fragen unserer Gegenwart zu stellen.
Hat der Zusammenbruch der Sowjetunion tatsächlich den erhofften Siegeszug des westlich-liberalen Systems gebracht - und damit das Ende sich bekämpfender Ideologien? Wie bewertet Fukuyama seine damalige These in der Rückschau? Wie liest er unsere verworrene Gegenwart, und wie hängen die beiden Zeitenwenden zusammen? Sein jüngstes Buch „Der letzte Mensch. Wohin steuert die Welt?" (2026) knüpft bewusst an seinen berühmten Titel „The End of History and the Last Man" (1992) an. Fukuyama argumentiert darin, warum freiheitliches Denken für westliche Gesellschaften im 21. Jahrhundert keine Alternative kennt - und warum wir für die Freiheit kämpfen müssen, wenn wir das Risiko einer autoritären Weltordnung eindämmen wollen.
Francis Fukuyama, geboren 1952 in Chicago, studierte Politikwissenschaft in Harvard. Sein 1992 erschienener Bestseller „Das Ende der Geschichte" machte ihn international bekannt. Er lehrte an der Johns-Hopkins-Universität, erhielt 2015 den Skytteanischen Preis und ist heute Professor für Politikwissenschaft an der Stanford-Universität. The New Yorker nannte ihn „einen Vordenker von außergewöhnlicher Bedeutung".











