Tango
Polski-Theater benannt nach Arnold Szyfman in Warschau, Polen
"Tango" von Mrożek ist eine Geschichte über Gesellschaft, Macht, Freiheit und Werte – erzählt durch das Prisma einer explosiven Familie. Eine Welt im Miniaturformat, Gefühle im Makroformat: jemand täuscht jemanden vor, etwas wird verborgen, jemand betrügt, jemand lässt sich betrügen, jeder träumt von etwas, schämt sich für etwas, jemand leidet. Der Text, vor fast sechzig Jahren geschrieben, stellt eine Frage, auf die wir ständig eine Antwort suchen – wer sind wir, wenn wir unsere Masken abnehmen?
In "Tango" reflektieren zwei Spiegel – Kunst und Wirklichkeit – Welten, die sich gegenseitig beobachten. Drama oder Farce? Menschlich, familiär, gesellschaftlich, politisch? Die Revolution des Konservativen Artur gegen die liberalen Ansichten von Stomila ist eine allzu deutliche Metapher. Das Ende dieser Geschichte ist der Anfang einer anderen, deren Protagonisten wir selbst sein könnten.