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PRANIE MUZGÓ

Sa, 24. Okt. 2026 — So, 25. Okt. · 18:00

Stefan-Jaracz-Theater in Łódź, Polen

PRANIE MUZGÓ — Stefan-Jaracz-Theater in Łódź, Łódź

Willkommen im Institut für Postwahrheit! Postwahrheit ist nicht nur ein gesellschaftliches oder politisches Problem - es ist eine zutiefst persönliche Angelegenheit für jeden von uns. Irgendwann im Leben kann jeder auf Desinformation stoßen. Gleich werden wir die Geräte anschließen und versuchen zu verstehen, was im Geist eines Menschen vor sich geht, dessen Ansichten radikalisiert wurden. Wir werden Puls, Hautleitfähigkeit, Pupillenbewegungen und elektrische Impulse, die durch das Gehirn fließen, messen.

Während des Krieges ist jede Information eine Waffe. Neue Formen der Propaganda und des Einflusses, die seit Beginn der russischen Invasion in der Ukraine beobachtet werden, führen zu einer Erosion des öffentlichen Vertrauens und drohen mit Destabilisierung. Pranie Muzgó ist eine Simulation der Aktivitäten eines Forschungsinstituts, das geschaffen werden könnte, um der Hybrid-Kriegsführung auf polnischem Territorium entgegenzuwirken.

Schauspielerinnen des Jaracza-Theaters übernehmen die Rollen von Forscherinnen; ihnen zur Seite steht Yuliya Kovalchuk - eine ukrainische Neurowissenschaftlerin und Performerin. Die Aufführung schöpft aus der Neuropolitik, einer sich entwickelnden Disziplin, die die biologischen Grundlagen menschlicher politischer Aktivität untersucht. Pranie Muzgó stellt Fragen: Ist es möglich, in einer Welt voller Manipulation frei zu bleiben? Welche aktive Rolle kann Kunst in Zeiten der Demokratiekrise und Postwahrheit spielen? Wie können wir soziale Bindungen vor dem Zusammenbruch schützen?

Die Aufführung entsteht aus der langjährigen künstlerischen und aktivistischen Praxis von Magda Szpecht, Preisträgerin des Kamyk-Puzyny-Preises 2025, ausgezeichnet für die Verbindung von Theaterkunst mit Cyberaktivismus, Informations- und Bildungsaktivitäten zur Unterstützung der kämpfenden Ukraine. Den Bühnenraum und technologische Lösungen gestaltet Janek Simon.

Aufführung für Zuschauer ab 15 Jahren. Während der Aufführung ist Zuschauerbeteiligung möglich.

Sensible Inhalte: Vulgarität; die Aufführung präsentiert kritisch Inhalte im Zusammenhang mit russischer politischer Propaganda. Die Aufführung enthält pyrotechnische Effekte (Rauch) und stroboskopische Lichteffekte.