Zurück nach Uskow. Von Janosch
Stalburg Theater, Frankfurt, Deutschland
32 €
Foto: Eva K, / Eva K. · GFDL 1.2
Mit Andreas Jahncke
Janosch kennt jeder. Der Mann hat schließlich Figuren von Weltruf geschaffen - darunter ein gelb-schwarz gestreiftes Federvieh auf Rädern, die Tigerente, und natürlich ihren Freund, den kleinen Tiger. Die beiden wollten auf Weltreise und landeten am Ende dort, wo sie schon immer wohnten. Glücklich und zufrieden. Oh, wie schön ist Panama.
Ein Werk für Kinder - und die Moral? „Jeder lebte schon immer im Paradies, hat es nur nicht gewusst", sagte Janosch einmal in der Frankfurter Rundschau. Eine These, die gerade heute immer neue Bedeutungen bekommt. Zuhause. Wo ist das?
Für Janosch, eigentlich Hans Eckert, war das einmal Zabreze im heutigen Polen. Dort wurde er 1931 geboren, als die Stadt noch Hindenburg hieß. Die Familie flüchtete 1946 nach Deutschland, und aus dem kleinen Hans wurde im Laufe der Jahrzehnte der große Janosch - so heißt Johannes auf Polnisch und Schlesisch. Er schuf fast 300 Bücher, manche davon in 70 Sprachen übersetzt. Neben Kinderbüchern verfasste er auch Romane und Erzählungen für Erwachsene - und, was kaum jemand weiß, zwei Theaterstücke.
Einem davon hat sich das Stalburg Theater gewidmet: „Zurück nach Uskow". Es handelt von einem, der seine Heimat sucht. Der autobiografische Hintergrund liegt auf der Hand: Uskow ist Zabreze, Janoschs Geburtsort. Ob der Suchende dort ankommt oder umherirrt wie die kleine Ente und der kleine Tiger, schildert Janosch auf seine eigene Art - manchmal böse, oft kratzbürstig, gelegentlich melancholisch, aber immer lebensnah und mit dem ihm typischen humoristischen Hintersinn.
Janosch ist im März 95 geworden und lebt seit drei Jahrzehnten mit seiner Frau auf Teneriffa. Was er da den ganzen Tag so mache, wurde er gefragt. Die Antwort: „Über die fröhliche Sinnlosigkeit des Daseins nachdenken." Janosch halt.











