"Der goldene Faden" (Deutschlandpremiere)
Elbphilharmonie, Hamburg, Deutschland
in Kooperation mit NDR Kultur
mit: Jan Ehlert (Moderation)
Lesung und moderiertes Gespräch - in koreanischer und deutscher Sprache (mit Übersetzung)
Zum Auftakt des Harbour Front Literaturfestivals kommt die südkoreanische Nobelpreisträgerin Han Kang erstmals nach Hamburg - ihre Deutschlandpremiere. Den Literaturnobelpreis 2024 erhielt sie für ihr Gesamtwerk, bekannt wurde sie vor allem durch den Weltbestseller „Die Vegetarierin": der Roman erzählt von einer völlig normalen Frau, die zunächst aufhört, Fleisch zu essen, dann überhaupt nichts mehr - bis sie versucht, sich wie eine Pflanze nur noch von Sonnenlicht zu ernähren, und schließlich selbst eine werden will.
In ihrem neuen Buch „Der goldene Faden" stellt Han Kang grundsätzliche Fragen: Warum ist die Welt von Gewalt durchzogen - und zugleich so schön? Sie kreist in zahlreichen Texten um diese Spannung, auf der Suche nach etwas jenseits der Gewalt: etwas Sanftem, Hellem, das Menschen miteinander verbindet. Den Titel verdankt das Buch einem Gedicht, das sie als junges Mädchen schrieb und Jahre später in einem Schuhkarton wiederfand - darin stellt sie sich die Literatur als „goldenen Faden" vor, der unsere getrennten Innenwelten verknüpft.
Das Buch enthält auch Tagebucheinträge über ihren kleinen, nach Norden weisenden Garten in Seoul, in dem sie Spiegel aufgestellt hat: Stunde um Stunde richtet sie diese neu aus, damit Licht auf die Blumen und Pflanzen fällt.
Han Kang (*1970) ist außerdem bekannt durch „Weiß" (2020 auf Deutsch) und „Unmöglicher Abschied" (2024 auf Deutsch).











