Leibspeisen. Eine kulinarische Biografie Deutschlands.
Urania Berlin, Deutschland
Foto: Elke Wetzig (Elya) · CC BY-SA 3.0
Deutsche Küche ist vielseitiger als ihr Ruf: von Grüner Sauce und Forelle blau über Maultaschen und Sauerbraten bis zu Rehrücken Baden-Baden und Helgoländer Hummer - von Ost (Leipziger Allerlei) nach West (Himmel un Ääd), von Nord (Rote Grütze) nach Süd (Kässpätzle), geprägt von Religionsgrenzen, Traditionen und Migrationsbewegungen. Königsberger Klopse, Pizza, Döner, Gelato italiano, Phô & Co. gehören längst dazu.
Eva Gritzmann und Denis Scheck erzählen von den Leibspeisen, die uns seit der Kindheit begleiten, und von den großen Momenten der kulinarischen Republik: der Erfindung des Toast Hawaii, der Markteinführung der ersten deutschen Tiefkühlpizza, der Eierschlacht am Viktualienmarkt. Dabei scheuen sie unbequeme Wahrheiten nicht - etwa dass in vielen deutschen Städten erstklassiges Kokain erheblich einfacher erhältlich ist als fangfrischer Fisch.
Der Bogen spannt sich von der Gründung der Bundesrepublik 1949, als noch Schmalhans Küchenmeister war, über die Fresswelle der 50er und die erste Internationalisierung der 60er und 70er bis in die Gegenwart. Gritzmann und Scheck zeichnen dabei ein Portrait der Bundesrepublik anhand ihrer Nationalgerichte, Bräuche und bekanntesten Restaurants und Küchenchefs.
Eva Gritzmann (geb. 1965 in Freiburg) studierte BWL und Medizin, promovierte in Medizinischer Psychologie und lebt in Stuttgart. Denis Scheck (geb. 1964 in Stuttgart) studierte Germanistik und zählt zu den bekanntesten Literaturkritikern Deutschlands. Gemeinsam veröffentlichten sie zuletzt Kafkas Kochbuch (2025).











