Der magnetische Norden. - Tomas Venclova, Ellen Hinsey und Michael Krüger
Literaturhaus Stuttgart, Deutschland
14 €
Foto: Pjt56 (Wikimedia Commons) · CC BY-SA 3.0
Lesung und Gespräch mit Tomas Venclova, Ellen Hinsey und Michael Krüger - Moderation: Matthias Bormuth
Vilnius und Moskau, Berkeley und New Haven sind Stationen der Lebensgeschichte von Tomas Venclova. Der „litauische Odysseus" erinnert sie entlang von Gedichten - im Austausch mit der Übersetzerin und Dichterin Ellen Hinsey und dem Dichter und langjährigen Verleger Michael Krüger. Leitmotiv dieses Abends ist die Frage, wie poetische und politische Freiheit einander bedingen.
Mit Hannah Arendt setzt Venclovas Lebensrückblick auf die verbindende Kraft dichterischen Denkens: „Die Dichtung besteht auf unbedingter Individualität […]. Wenn sie gelingt, dann findet man seinen Platz in der Sprache und in der Geschichte, die lange vor einem selbst existiert haben und sich nach dem eigenen Tod fortsetzen." Arendt stand für poetische Perspektiven, die aus abendländischen Traditionen schöpfen und gesellschaftliche Zivilcourage fördern.
Wie Worte politische Fremdheit in poetische Nähe verwandeln können, zeigt Venclovas autobiographisches Resümee: „Das Exil erschafft einen magnetischen Punkt, zu dem man sich hingezogen fühlt wie die Kompassnadel zum Pol. Und zuletzt kann dieser magnetische Punkt zum eigenen werden."
Gefördert von der Baden-Württemberg Stiftung, in Kooperation mit dem Haus der Heimat des Landes Baden-Württemberg.











