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"Schleifen"

Mi, 30. Sept. 2026 · 19:30

Literaturhaus Hamburg, Deutschland

25 €

"Schleifen" — Literaturhaus Hamburg, Hamburg

Lesung und moderiertes Gespräch - in Kooperation mit dem Literaturhaus Hamburg.

Elias Hirschl, zweiunddreißig Jahre alt, in Wien geboren, ist Musiker, Slam-Poet sowie Literatur-, Theater- und Radioautor. Seit einiger Zeit überschlagen sich die Feuilletons, und beim Bachmannpreis 2022 gewann er den Publikumspreis. Sein neuer Roman „Schleifen" hat diese Aufmerksamkeit noch einmal gesteigert.

Das Buch erzählt von Franziska, die als Kind an einer rätselhaften Krankheit leidet: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort selbst - ein einziges Wort genügt, und der Körper reagiert. Mit einem jungen Mathematiker entdeckt sie, dass Wörter aus toten Sprachen sie schützen können. Daraus entsteht ein gemeinsames Projekt: die Suche nach einer Sprache, die eindeutig ist, nicht verletzt, nicht außer Kontrolle gerät. Im Hintergrund stehen der Wiener Kreis, Mathematik, Sprachphilosophie und die politischen Brüche des 20. Jahrhunderts.

Historisches Material und Erfindung verbindet Hirschl auf raffinierte Weise - wobei sich das schier Unglaubliche oft als wahr herausstellt und der Rest, wie die Kritik befand, „extrem gut erfunden" ist. Clemens J. Setz nannte „Schleifen" einen „großen Ideenroman von einem der beglückendsten Autoren der Gegenwart". Die FAZ lobte den „unbändig gedankenreichen Witz" und ein „Feuerwerk unverbrauchter Ideen", die Süddeutsche Zeitung zählte auf vierhundert Seiten mindestens zweitausend originelle Einfälle, und die NZZ sprach von einem „Wunderwerk der Verwirrung".